Worum geht es in der Vereinigungsphilosophie

Wir alle wissen, dass die Welt nicht perfekt ist. Jeden Tag erreichen uns Nachrichten über Konflikte rund um die Welt. Jeder von uns hat ebenfalls eine Reihe von Problemen, an denen wir tagtäglich arbeiten, sei es in der Schule, auf der Arbeit oder in unserer eigenen Familie. Eine Aufgabe der Philosophie kann darin bestehen, Lösungen oder Orientierung im Umgang mit Problemen zu bieten, denen wir in unserem Leben gegenüberstehen.


Dabei gehen viele philosophische Richtungen von einigen Annahmen aus und bauen darauf eine Lebensweise oder eine Einstellung zum Leben auf. Eine dieser grundlegenden Annahmen in der Vereinigungsphilosophie ist, dass Gott existiert und die Menschheit und das Universum nach seinem Bilde geschaffen hat. Die Überzeugung, wie diese Welt entstanden ist, lenkt in gewisser Weise unser Denken und Handeln. Sie beeinflusst, wie wir den Sinn des Lebens verstehen, welche moralischen Entscheidungen wir treffen und mit Leid, Tod oder Fortschritt umgehen.

Hier einige Beispiele:

Gehen wir davon aus, dass die Welt aus dem Nichts entstanden ist und das Leben durch zufällige chemische Prozesse hervorgebracht wurde. Außerdem gäbe kein Leben nach dem Tod. Mein Handeln auf dieser Welt hätte für mich persönlich keine langfristigen Konsequenzen, denn schließlich wäre der Tod das Ende meines Seins. Moral, Werte und das, was wir als Gut und Böse bezeichnen wären menschliche Konstruktionen, die das Zusammenleben vereinfachen, aber existanziell leer sind.

Glaubt man jedoch an eine ewige Welt danach, besteht die Gefahr, dass wir unser jetziges Leben vernachlässigen. Schließlich könnte man meinen, dass unsere begrenzte Welt im Vergleich zu einer ewigen Welt bedeutungslos sei. Auch mit diesem Verständnis wird es schwierig, in dieser Welt Fortschritt und Verbesserung zu erreichen.

Das Ziel der Vereinigungsphilosophie ist es, alle Konflikte und Probleme der Welt zu lösen. Das ist ein ambitioniertes Ziel. Der Grund warum sie sich nicht nur auf ein Teilgebiet der Probleme konzentriert, liegt darin, dass sie auf den grundlegenden Annahmen beruht:

  1. Gott der alleinige Ursprung aller Existenz.

  2. Der Mensch und das Universum sind nach seinem Bilde geschaffen.

  3. Gott selbst ist frei von Problemen und Konflikten.

Aus Sicht der Vereinigungsphilosophie ist es daher von großer Bedeutung Gott genau kennezulernen und ihn zu studieren. Als Abbilder Gottes sollten wir ihm ähnlich sein. Wenn Konflikte entstehen, bedeutet dies, dass wir uns von ihm entfernt haben. Die Eigenschaften Gottes zu kennen und sie in unser Leben zu integrieren, hilft uns die richtigen Entscheidungen zu treffen und harmonischer zu leben, also ihm wieder ähnlicher zu werden.